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SPD fragt nach Personalbedarf im Jugendamt

Gunda Köster, SPD-Sprecherin
Gunda Köster, SPD-Sprecherin

Alarmierende Ergebnisse einer aktuellen, wissenschaftlichen Studie veranlasste die SPD- Kreistagsfraktion jetzt zu einer 3 – teiligen Anfrage im Jugendhilfeausschuss. Dabei ging es um die personelle Situation und um die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im allgemeinen sozialen Dienst (ASD) des Jugendamtes.  Ihnen obliegt namentlich die Betreuung von problematischen Familien und dabei geht es vorrangig um das Wohl der Kinder.

 

Die Universität Koblenz hatte in einer Mitte Mai erschienenen Studie 652 Mitarbeiter*innen aus 175 Jugendämtern befragt. Die Ergebnisse beschreiben verbreitete, essenzielle Mängel in den Jugendämtern:  Fehlendes Personal, dadurch zu hohe Fallzahlen und zu wenig Zeit, bis hin zu unzulänglich vorhandenen Räumlichkeiten.

 

SPD-Sprecherin Gunda Köster: „Auch im Kreis Paderborn registrieren wir Steigerungen bei den Fallzahlen, der ambulanten Erziehungshilfen, sowie bei den erstellten Schutzplänen im Interesse des Kindeswohls. Ob die entsprechenden Hilfen im Sinne der betroffenen Kinder Wirkung zeigen, sollte schon regelmäßig nachgeprüft werden. Und gerade das Einhalten von Schutzplänen erfordert eine Überwachung. Ohne eine entsprechende Begleitung der Familien können die Unterstützungsangebote ins Leere laufen.“

 

Alles in allem führte diese Situation zu den folgenden Fragen der SPD an die Kreisverwaltung: Wie hoch sind die Fallzahlen pro Mitarbeiter*in im Jugendamt?  Wie stellt sich die Frage des Personalbedarfs dar?  Und: Stehen hinreichende Büro- und Besprechungsräume zur Verfügung?

 

Nach der Behandlung des Themas im Jugendhilfeausschuss ist Gunda Köster nun zuversichtlich, dass der tatsächlich eingeräumte zusätzliche Personalbedarf vom Kreis möglichst umgehend behoben wird.  

Köster: „Wir freuen uns, dass die Problematik auch von der Verwaltung gesehen wird. Im Sinne der Kinder und Jugendlichen und deren Wohlergehen darf auf keinen Fall gespart werden.“