Migration und Vielfalt


Wir stehen für

...eine menschenwürdige Integration derer, die im Kreis Paderborn eine neue Heimat gefunden haben.

© william87 – fotolia.com
© william87 – fotolia.com

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Wir sehen die Vielfalt der Kulturen als Bereicherung der gesamten Gesellschaft an und arbeiten daran, dass diese Vielfalt als ein positiver Bestandteil unserer Gesellschaft wahrgenommen wird.

 

Die Integration ist für uns eine Querschnittsaufgabe, die mit Förderung und Forderung verbunden ist und auf allen Ebenen in einander entgegengesetzten Richtung durchgeführt werden sollte. Die Annährung gestalten wir mithilfe eines interkulturellen Dialogs, indem wir uns intensiv mit den politischen, kulturellen und religiösen Hintergründen der Zuwanderer auseinandersetzen.

 

Für Migrantinnen und Migranten fordern wir bessere Bildungschancen und faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dabei setzen wir uns auch für ihre Integration in den öffentlichen Dienst sowie den Abbau der noch bestehenden Vorurteile ein.

 

Als Kreistagsfraktion sind wir stark in den kommunalen Integrationsprozess eingebunden. Diesen gestalten wir mit dem Kommunalintegrationszentrum des Kreises Paderborn und durch die aktive Mitarbeit unserer Fraktionsmitglieder in verschiedenen kommunalen Gremien, wie den Beirat für Integration oder den Integrationsrat der Stadt Paderborn sowie die Arbeitsgemeinschaft der SPD "Migration und Vielfalt".


Sie haben Fragen oder Anregungen? Sprechen Sie uns an!

Ihre Ansprechpartner im Kreis Paderborn: 

 

Alexander Wittmer

Telefon: +49-5251 8786689

Email: a.wittmer@vodafone.de



Aktuelles zum Thema Migration und Vielfalt

Anfrage zu den Migrationsdiensten im Kreis Paderborn

Im Rahmen der Förderung von flächendeckenden migrationsspezifischen Beratungsangeboten übernimmt der Bund die Finanzierung der Migrationsberatungen für erwachsene Zuwanderer (MBE) sowie der Jugendmigrationsdienste für junge Zuwanderer im Alter von 12 bis 27 Jahren (JMD). Dabei liegen die jeweiligen Zuständigkeiten bei dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Für die Durchführung der Beratungsdienste sind in der Regel die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zuständig.

 

Die Beratungsangebote von MBE und JMD richten sich in erster Linie an neu zugewanderte Migrantinnen und Migranten (hierzu zählen u.a. Spätaussiedler, EU-Bürger sowie Ausländer aus Drittstaaten mit einem dauerhaften oder befristeten Aufenthaltsstatus) und haben das Ziel, den Integrationsprozess durch eine intensive professionelle Einzelfallberatung (sogenannte „Case Management“) zu initiieren und zu unterstützen.


Seit 2016 übernehmen die MBE und JMD zusätzlich zu den herkömmlichen Migrantengruppen noch die Beratung von asyl- und schutzsuchenden Geflüchteten mit hoher Bleibeperspektive (z.B. aus Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Somalia). Und das bereits während des Asylverfahrens. Und seit 2017 steht der JMD zusätzlich und generell allen asylsuchenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Verfügung.

 Während sich in den letzten 5 Jahren die Zahl der anerkannten Flüchtlinge nach § 25 AufenthG allein im Kreis Paderborn mehr als verdoppelt hat (zwischen Januar 2017 und Mai 2018 ist die Zahl von 2222 auf 4182 Personen gestiegen – siehe Statistik*) und der Aufwand der Betreuung von nachgezogenen Familienangehörigen nach §§ 27-30 AufenthG sich ebenfalls erheblich erhöht hat, ist die Anzahl der Beratungsstellen sowie die Stellenanzahl der Beraterinnen und Berater im Kreis Paderborn nahezu unverändert geblieben. Die genannte Entwicklung überfordert die Beratungsstellen demnach aktuell erkennbar und bringt sie an ihre Belastungsgrenzen.

 

Um die mögliche personelle Bedarfslücke zwischen den Beratungsangeboten von MBE und JMD einerseits sowie den Beratungssuchenden im Kreis Paderborn andererseits zu ermitteln, bitten wir die Kreisverwaltung um die Beantwortung der folgenden 

Anfrage

  1. Wie viele Stellenanteile von MBE und JMD gibt es aktuell im Kreis Paderborn und bei welchen Trägern sind sie angesiedelt ?
  2. Wie viele Zugewanderte im Kreis Paderborn haben Anspruch auf die o.g. Beratungen (möglichst differenziert nach Migrantengruppen und ggf. nach Aufenthaltsstatus) ?
  3. Was ergibt die statistische Entwicklung der Beratungsfälle von MBE und JMD in den letzten 5 Jahren im Kreis Paderborn – wenn möglich jeweils nach Trägern und Beratungsstellen definiert ?
mehr lesen

Pressemitteilung zum Integration-Point

Einschränkungen beim Integration-Point nur vorübergehend


Ein dickes Lob zollt die SPD- Kreistagsfraktion der Arbeit des Integration-Point an der Bahnhofstraße in Paderborn. Kreistagsabgeordneter Alexander Wittmer: „Der Integration – Point hat sich inzwischen gut etabliert. Er ist eine kompetente Anlaufstelle für Geflüchtete und ehrenamtliche Helfer geworden. Dank der Zusammenführung verschiedener Fachbereiche können hier zügig und unbürokratisch Themen wie Wohnen, Spracherwerb, Bildung und Ausbildung, berufliche Eingliederung oder Aufenthalt- Status gebündelt bearbeitet werden.“

 

Beteiligt an der Einrichtung sind das Jobcenter, die Arbeitsagentur und die Kreisverwaltung.

 

In seiner Antwort auf eine entsprechende Anfrage der SPD- Kreistagsfraktion bestätigte der Landrat jetzt, dass Neuantragsteller derzeit doch wieder an die örtlich zuständigen Jobcenter verwiesen werden müssen. Gründe dafür seien ein immenser Anstieg der Fallzahlen an Antragstellern in Verbindung mit dem Bemühen um angemessene Bearbeitungszeiten.

 

Die sozialpolitische Sprecherin der SPD- Fraktion, Gunda Köster, kann die Entwicklung nachvollziehen. Sie begrüßt besonders die Auskunft, dass die aktuellen Einschränkungen nur befristet angelegt sind. Das Personal etwa in den örtlichen Jobcentern sei auch nicht unerfahren mit dem kulturellen Hintergrund der Geflüchteten zitiert Köster aus der Antwort des Landrats.

Anfrage zum Integration-Point

Anfrage zur aktuellen Situation des Integrations-Point


Download
Anfrage-zum-Integration-Point.pdf
Adobe Acrobat Dokument 309.1 KB

Antrag Flüchtlinge

Die SPD thematisiert die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen

Download
Antrag-To-Ktag-v.16.5.16.pdf
Adobe Acrobat Dokument 188.4 KB

Pressemitteilung

Flüchtlinge als eine humanitäre Aufgabe

Kreistags- SPD zum Flüchtlingsthema im Kreis: Humanitären Verpflichtungen nachkommen, Probleme lösen, Akzeptanz sichern

mehr lesen

Pressemitteilung

Die SPD forciert die Erinnerung an NS- Verbrechen – Letzte Zeitzeugen sollen Einzelschicksale belegen

Die Dokumentation von menschlichen Einzelschicksalen im Kreis Paderborn während der NS- Zeit ist das Ziel eines Antrags der SPD- Kreistagsfraktion. Er wurde zuletzt vom Kreistag einmütig zur weiteren Beratung an den Kulturausschuss verwiesen. Fraktionschef Bernd Schäfer zur allgemeinen Begründung: „Es geht uns dabei insbesondere um die Sicherstellung von Erlebnissen der letzten noch

lebenden Zeitzeugen. Derartig überzeugende Beweise halten wir für eines der Instrumente in der künftigen Auseinandersetzung mit Neonazis, Unbelehrbaren oder Holocaustleugnern.“

 

Gunda Köster, eine der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, nimmt gerade die nachwachsenden Generationen an Kindern und Jugendlichen in den Blick: „Es ist schon die Frage, ob diese die allgemeinen Informationen über die Verbrechen zur Nazizeit wegen deren Monströsität überhaupt begreifen können. Persönlich nachvollziehbare Einzelschicksale am Wohnort erreichen dagegen die Menschen in ihrem Inneren sicher eher."

 

Die Sozialdemokraten möchten – auch die teils bekannten und bereits recherchierten – Einzelfälle aus allen kreisangehörigen Städten und Gemeinden zusammengetragen und dokumentiert haben. Diese Fälle sollen am Ende sowohl in elektronischer- als auch in Buchform erhältlich sein. Die Verbrechen des Nazi- Regimes sollen darin entlarvt, aber auch Zivilcourage und Mut von Mitmenschen gezeigt werden.

 

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Wolfgang Scholle: „Namentlich die Ursachen der Nazi- Gräuel wie auch das Gedenken an die Opfer müssen weiter getragen werden, um eine Wiederholung auch nur in Ansätzen zu vermeiden. Um dabei noch mehr die Erlebnisse von Zeitzeugen einzubinden, ist derzeit praktisch die letzte Chance.“

 

Als Beispiel für das gute Gelingen solcher Projekte verweisen die Sozialdemokraten auf die Untersuchung von Hubert Schier 2004 über „Menschenschicksale zur Zeit des Nationalsozialismus in der Senneregion“ und auf die aktuelle Veröffentlichung von Martin Kolek über „Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene im Raum Delbrück“.

Antrag zu Menschenschicksale

Menschenschicksale im Kreis Paderborn während der NS- Zeit

Der Landrat legt ein Konzept zur Erstellung einer Dokumentation über Einzelschicksale von Menschen im Kreis Paderborn während der Zeit des Nationalsozialismus vor. Diese Dokumentation enthält Beispiele aus allen Städten und Gemeinden im heutigen Kreis Paderborn. Sie soll am Ende sowohl in elektronischer- als auch in Buchform vorgelegt werden und die Verbrechen des NS- Regimes ebenso entlarven, wie sie Zivilcourage, Mut und Toleranz von Mitmenschen zeigen soll.

 

Begründung:

Jedem verständigen Menschen ist klar, dass der 2. Weltkrieg und der Holocaust als die schlimmsten Menschheitsverbrechen nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Namentlich die Ursachen und das Gedenken an die Opfer müssen vielmehr weiter getragen werden, damit sich die Geschichte auch nur in Ansätzen nicht wiederholen kann. Der vorliegende Antrag trägt siebzig Jahre nach Kriegsende diesem Umstand Rechnung. Er berücksichtigt darüber hinaus die Tatsache, dass die Monströsität der Verbrechen von den jungen Menschen allenfalls anhand von Einzelfällen begriffen werden kann. Zudem sterben in diesen Jahren gerade die für eine überzeugende Aufarbeitung unverzichtbaren letzten Zeitzeugen. Insofern können derzeit gerade noch mit ihrer Mitwirkung unwiderlegbare Nachweise für das Geschehene gesichert werden.

Die Frage der „Täter“ soll außerhalb des ohnehin allgemein Bekannten bei der Umsetzung dieses Antrags keine Rolle spielen. Als Beispiel für das Gelingen dieses Vorhabens kann durchaus die Dokumentation von Hubert Schier aus 2004 gelten mit dem Titel:

„Menschenschicksale zur Zeit des Nationalsozialismus in der Senneregion. Ein Beitrag zur Aufarbeitung einer Geschichtsepoche.“

Der Autor wurde dafür mit dem Ehrenamtspreis des Kreises Paderborn ausgezeichnet